Wie vermitteln wir Patenschaften?

Die Vermittlung besteht aus mehreren Treffen zwischen Ihnen und der zukünftigen Pat*in. Der Prozess wird von einer Koordinatorin gesteuert und begleitet. Dabei achten wir besonders auf:

  • räumliche Nähe oder gute Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Ihnen und der Pat*in
  • Schnittmenge an gemeinsamen Interessen
  • Wünsche bezüglich Alter, Geschlecht, Anzahl der Kinder, familiärer Konstellation
  • Springt der Funke über? Sind Sie sich sympathisch? Können sich alle eine langfristige Beziehung miteinander vorstellen?

 

"Ich stehe nicht mehr so alleine da. Die Patin hat auch einen Blick auf mein Kind und sieht vielleicht nochmal ganz andere Dinge als ich selbst. Es hilft mir einfach zu wissen, dass mein Sohn eine Ansprechpartnerin hat, die ihn mag und mit der er schöne Dinge zusammen macht. Die beiden sind ein super Team."

 

Wie wählen wir Pat*innen aus?

Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir bei der Vermittlung und Begleitung von Patenschaften tragen.

Menschen, die über uns eine Patenschaft übernehmen wollen, werden von uns sorgfältig ausgewählt. Alle Pat*innen durchlaufen ein mehrstufiges Auswahlverfahren. So müssen alle

  • an einem Informationsabend teilnehmen
  • sich schriftlich bewerben und begründen, warum sie eine Patenschaft übernehmen wollen
  • mit uns ein persönliches Kennenlerngespräch führen
  • sich in einer fünfmodulige Schulung ausbilden lassen
  • bei einem Hausbesuch einer Koordinatorin Einblicke in die Wohnsituation geben
  • ein einwandfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen

 

Mit unserem Schutzkonzept "Prävention von sexuellem Missbrauch an Patenkindern" haben wir eine Kultur etabliert, die sexualisierte Gewalt erschwert und deren Aufdeckung fördert.

Was kostet eine Patenschaft?  

Für die Vermittlung und Begleitung einer Patenschaft erheben wir einen Teilnehmer*innenbeitrag. Dieser Beitrag ist keine Bezahlung der Ehrenamtlichen, sondern fließt direkt in die Vermittlung und Begleitung der Patenschaften. Er ist einkommensabhängig und liegt zwischen 5 und maximal 40 Euro im Monat pro Kind.

Nehmen die Ehrenamtlichen Ihr Kind länger als eine Woche bei sich auf, erhalten sie von Ihnen für die dann anfallenden Ausgaben eine Aufnahmepauschale. Die Höhe dieser Aufnahmepauschale ist an die aktuell geltenden Sozialhilfesätze für Kinder angelehnt und wird tagesgenau abgerechnet.