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Verlässlichkeit für
Kinder psychisch erkrankter Eltern

 

Vermittlung einer Patenschaft

Sobald ein potentiell passender Pate für Ihr Kind zur Verfügung steht, kann der Vermittlungsprozess beginnen. Bis es soweit ist, kann es unterschiedlich lange dauern - manche Kinder warten nur wenige Wochen auf einen passenden Paten, andere warten Jahre. Denn nicht die Wartezeit einer Familie ist entscheidend, sondern die Passgenauigkeit.

Trotzdem ist es stets sinnvoll, sich möglichst schnell auf unsere Interessentenliste aufnehmen zu lassen, da wir andernfalls gar nicht von Ihrem Bedarf wissen und uns nach einem Paten umschauen können. Manchmal müssen Patenschaften auch vorzeitig aufgelöst werden und so kann ganz plötzlich ein potentiell passender Pate verfügbar sein.

1. Unsere Vermittlungskriterien

Damit ein Vertrauensverhältnis zwischen allen Beteiligten entstehen kann und Paten auch im Krisenfall schnell erreichbar sind, basieren Patenschaften grundsätzlich auf:

  • Guter Erreichbarkeit: Der Weg vom Haushalt des Paten zum Kind sollte 30 Minuten Fahrzeit nicht überschreiten. Darüber hinaus gehende Fahrtzeiten sind nur sinnvoll, wenn der Pate berufsbedingt eine Strecke fährt, an der sein Patenkind wohnt.

  • Gegenseitiger Sympathie: Eltern(teil), Kind und Pate und gegebenenfalls dessen Partner und Kinder müssen sich sympathisch finden. Die so genannte „Chemie“ zwischen allen Beteiligten muss einfach stimmen.

  • Freiwilligkeit der Hilfe: Eltern sollten sich aus freiem Entschluss einen Paten für ihr Kind wünschen. Patenschaften als gerichtliche Auflagen sind keine Basis für einen guten Start einer Patenschaft.

Darüber hinaus versuchen wir, die individuellen Wünsche von Eltern, Kindern und Paten weitestgehend zu berücksichtigen. Diese betreffen auf Seiten der Familien manchmal:

  • Geschlecht des Paten

  • Familiensituation des Paten (Einzelperson oder in fester Partnerschaft lebend)

  • sexuelle Orientierung (Offenheit gegenüber homosexuellen Menschen)

  • Alter des Paten

Haben Eltern sehr genaue Vorstellungen vom "richtigen" Paten, ist es generell schwieriger für uns, einen geeigneten Paten zu finden. Trotzdem ist es wichtig und wir können Eltern und Kinder nur ermutigen, für sie persönlich besonders wichtige Vermittlungs- bzw. Ausschlusskriterien offen zu anzusprechen. Gleiches gilt natürlich auch für die Vermittlung auf Seiten der Paten, wenn diese sehr genaue Vorstellung von ihrem Patenkind haben.

2. Der Vermittlungsprozess

Wenn ein potentiell passender Paten gefunden und das Aufnahmeprozedere abgeschlossen ist, beginnt die fachlich begleitete Vermittlung in mehreren Schritten:

1. Schritt: Kennenlernen der Erwachsenen bei AMSOC

Zunächst lernen sich die Erwachsenen bei AMSOC kennen. Nur wenn Sie und der Pate sich sympathisch finden, kommt es zu einem weiteren Treffen.

2. Schritt: Treffen im Haushalt der Familie mit Kind

Dieses findet in der Regel dann bei Ihnen zu Hause statt. Dort lernt der potentielle Pate Ihr Kind kennen.

3. Schritt: Treffen im Haushalt des Paten ggf. mit dessen Familie

Finden sich wieder alle Beteiligten sympathisch, lädt der Pate Sie und Ihr Kind zu sich nach Hause ein. Dort lernen sie ggf. den Partner/die Partnerin und die Kinder des Paten kennen.

4. Schritt: Vertragsabschluss bei AMSOC

Stehen alle Beteiligten einer Patenschaft positiv gegenüber, kommt es zum feierlichen Vertragsabschluss bei AMSOC, und die Patenschaft beginnt.

Die ersten drei Monate gelten dabei als Probezeit, die mit einem Abschlussgespräch bei uns endet. Wenn alle Beteiligten die Patenschaft weiterhin wünschen, läuft diese dann fachlich begleitet durch AMSOC in der Regel bis zum 18. Geburtstag Ihres Kindes.

Wie wir Patenschaften begleiten

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