Hier
online spenden

Verlässlichkeit für
Kinder psychisch erkrankter Eltern

 

Wenn Eltern psychisch erkranken...
wie geht es eigentlich den Kindern?

Verlaufen psychische Erkrankungen (schubweise) chronisch und schwerwiegend, haben sie weitreichende Auswirkungen auf den Erkrankten. Oft gehen sie einher mit sozialer Isolation, Verwahrlosung, Klinikeinweisungen und Arbeitsplatzverlust. Ist der Erkrankte außerdem Elternteil, ergeben sich zusätzliche Schwierigkeiten für ihn, aber auch sein Kind.

Häufige Wechsel zwischen guten und schlechten Zeiten

Auch psychisch erkrankte Eltern haben in der Regel Interesse an ihren Kindern und wollen „gute" Eltern sein. Insbesondere bei einem phasenweisen Verlauf der Erkrankung verfügen sie zeitweise durchaus über Erziehungskompetenzen. Doch durch ihre hohen Belastungen sind sie oft mit der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder überfordert. In Krisenzeiten fällt es ihnen schwer, die Bedürfnisse ihrer Kinder überhaupt noch wahrzunehmen und angemessen auf sie einzugehen. Aus Angst, dass ihnen ihre Kinder weggenommen werden, schweigen sie und begeben sich nicht rechtzeitig in Behandlung. Dadurch eskaliert die familiäre Situation völlig, bis die Kinder und der Erkrankte unterstützt werden. Dann steht meist die Frage im Raum, ob die Kinder längerfristig fremd untergebracht werden müssen.

Die Kinder sind überfordert und hochgradig gefährdet, selbst zu erkranken

Vor allem wenn die Mutter psychisch erkrankt, sind die Kinder fast immer mit der Situation und ihren Ängsten sich selbst überlassen. Anstatt selbst angeleitet und versorgt zu werden, kümmern sie sich um die Erkrankte. Ihnen fehlen Orientierung und eine Bezugsperson, die ihnen emotional kontinuierlich zur Verfügung steht und die sie ggf. auch vor der Erkrankten schützt. In Krisenzeiten der Eltern erleben deren Kinder immer wieder Beziehungsabbrüche und werden zusätzlich oftmals in wechselnden Pflegefamilien oder im Heim untergebracht. Allein durch diese Lebensumstände und ihre dauerhafte Stressbelastung besteht für die betroffenen Kinder ein erhöhtes Risiko, Auffälligkeiten zu entwickeln, psychisch oder psychosomatisch zu erkranken.

Patenschaften - eine dauerhafte Lösung für die Familie

Um einer Erkrankung der Kinder vorzubeugen, ist es wichtig, betroffene Kinder rechtzeitig zu unterstützen, zu entlasten und zu schützen. Wir stellen diesen Kindern daher eine kontinuierliche Bezugsperson, eine Patin bzw. einen Paten an die Seite. Dies ist der höchste Schutzfaktor für ein Kind, was auch durch die Resilienzforschung belegt wurde.

Die Grundidee des Patenschaftsangebots

Die Grundidee des Patenschaftsangebots ist, Kindern mit mindestens einem psychisch erkrankten Elternteil eine emotional stabile Bezugsperson, einen sogenannten Paten, kontinuierlich an die Seite zu stellen.

nach oben